Vereinshistorie

50 Jahre RuFV Gettorf - Eckernförde - Dänischer Wohld

 

Gründung des RuFV Gettorf am 09. März 1947

 

Zweck: bäuerliche Jugend im Reiten und Fahren auszubilden und den Reit- und Turniersport kameradschaftlich zu fördern

 

1. Vorsitzender. Hans Carstensen, Hennerode vom 09.03.47 - 15.01.49

Das Gründungsfest am 26.04.47 wurde mit Theater und Tanz in Bringmann´s Gasthof in Gettorf gebührlich gefeiert.

Das 1. Turnier fand am 25.05.47 auf dem Sportplatz in Gettorf statt.

Schon auf dem Turnier in Schleswig 19./20.07.47 errangen die Reitabteilungen des Vereins den 3. Platz, weitere Placierungen folgten auf den Turnieren Satrup und Rendsburg.

Das 2. Turnier in Gettorf konnte die sensationelle Zuschauerzahl von 10.000 verbuchen.

Das gesellige Beisammensein wurde gepflegt.

Gründung des Kreis-Reiterbundes in 1948.

Rücktritt von Hans Carstensen

 

1. Vorsitzender Johann Gravert von 15.01.49 - 19.03.65

Pfingst-Turnier in Gettorf mit 200 Pferden mit 540 Nennungen bei 7.000 Zuschauern. Die Reitabteilung errang den 1. Platz.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung 1950 berichtete der Reiterbunds-Vorsitzende Edurard Hoff: "Der RuFV Gettorf hat sich einen Namen in Schleswig-Holstein gemacht."

Problem für den Verein war der Reiter-Nachwuchs.

Erstmals Landes-Turnier in Bad Segeberg, wo die Reitabteilung den 5. Platz errang. Mitgliederzahl 207.

In 1952/1953 Krise im Reitsport wegen Pferdepreise und Technisierung.

 

Am Turnier in 1955 haben eine Anzahl bekannter Reiter, v. Buchwaldt, Huck, teilgenommen.

In 1957 ging die Mitgliederzahl auf 90 zurück.

In 1957 wurden Gespräche über Zusammenschluss der RV Eckernförde und südlicher Dänischer Wohld auch im Hinblick auf die Reitabteilungen geführt, da im letzten Jahr keine Abteilung mehr gefunden wurde.

Als Beisitzer wurden Eduard Hoff, Karlminde und Wilhelm Struve, Wilhelmsthal (RV Eckernförde) sowie Otto Schwerdtfeger, Sprengerhof und Hans-Helmut Rodde, Alt-Bülk (RV südlicher Dänischer Wohld) in den Vorstand benannt.

Die feierliche Standartenüberreichung anlässlich des Reiterballs am 11.04.59 in Kruse's Gasthof mit 180 Mitgliedern.

Zahlreiche Aktivitäten im Vereinsleben, Höhepunkt jährlich das Turnier, 1959 mit 163 Pferden und 486 Nennungen.

Herbstausritt nach Altenhof: „Vor dem Herrenhaus in Altenhof wurde in geschlossener Aufstellung der Ritt beendet. Bei einem Reitertrunk begrüßte Gutsbesitzer von Bethmann-Hollweg die Teilnehmer und gab seiner Freude Ausdruck, dass mit der heutigen Reitereinkehr eine schöne Tradition fortgesetzt wurde".

1960 hatte der Verein wieder 159 Mitglieder Der Vereinsname lautete ab jetzt: RuFV Gettorf – Eckernförde - Dänischer Wohld

Die Turniere wurden über Nenn- und Eintrittsgelder finanziert, was die Ausgaben nicht mehr deckte. Daher Überlegungen "eine Art Bürgschaft als Risikoabdeckung durch interessierte Kreise aufzunehmen".

Anlässlich des Landesturniers in Bad Segeberg errang Peter Hoff mit „Waldfee" 1964 in der Vielseitigkeitsprüfung den 1. Platz, der schon in 1957 beim Gettorfer-Turnier 1959 den 2. Platz mit „Lotte" im Juniorenjagdspringen errang.

Auch der Enkel des Vereinsvorsitzenden, Peter Gravert war mit „Hansi" bei der Juniorenreiterprüfung erfolgreich.

Johann Gravert, fast 40 Jahre Vereinstätigkeit in der Reiterei Gettorf, gab aus Altersgründen seinen Vorsitz im Jahr 1965 nach 16 Jahren ab.

 

1. Vorsitzender Bruno Blunck vom 19.03.1965 - 1985

„Nach den vielen Erfolgen in jedem Reiterjahr haben wir Nachfolger die Pflicht, unsere aktiven Reiter wie bisher zu unterstützen."

Erstmals in 1967 wurde das Turnier nach Altenhof verlegt, weil der Sportplatz in Gettorf den Reitern nicht mehr zur Verfügung stand. Es sollte eine einmalige Sache sein! Von jetzt ab war nicht mehr der Pferdekopf sondern das Schloss Altenhof Programm-Emblem.

In 1969 wurde erstmals die Jahreshauptversammlung im „Grünen Jäger" bei Ehepaar Mohr abgehalten. Mohr's wurden nicht nur gastronomische Betreuer sondern auch Förderer und Unterstützer des Vereins und Turniers.

Die Interessengemeinschaft „Reithalle" wurde ins Leben gerufen. Es sollten Vereinsmitglieder an zentraler Stelle Möglichkeiten zum Training finden.

Blunck:" Der Pferdesport ist kein auslaufender Sport, es lohnt sich schon für und in dieser guten Sache tätig zu sein".

Nach langjähriger Diskussion mit Suchen nach Gönnern zum Bau einer Reithalle wurde dank der Einsatzkraft von H. Blunck schließlich Borghorst gefunden, was die Voraussetzungen, zentrale Lage, Einstellmöglichkeiten für Pferde, Reitgelände, erfüllte. Durch Darlehen und Spenden konnte der Bau erfolgen.

Im Januar 1973 wurde die Reithalle dann festlich eröffnet.

Steigende Mitgliederzahlen, gerade auch hinsichtlich des Nachwuchses waren zu verbuchen.

Die einmalige Sache, Turnier in Altenhof, wurde nun Jahr für Jahr dank der Unterstützung der Familie v. Bethmann-Hollweg, wiederholt und ein eigener Turnierplatz in der Gutsgärtnerei wurde zur festen Einrichtung.

Erstmals in 1974 wurde Dank der „Eiche-Brauerei" ein S-Springen beim Altenhofer-Turnier angeboten, Sieger: Lene Nissen-Lembke aus Itzehoe.

Rekord-Nennungen von 450 Pferden mit 1.100 Nennungen

Viele Aktivitäten in Borghorst und Altenhof, Reitertage, Reitjagden, Reiterbälle, Vereinsinteme Turniere.

Mitgliederzahlen wuchsen auf 300, auch wegen der Unterrichtsmöglichkeiten in Borghorst auch für diejenigen, die keine eigenen Pferde hatten - Schulbetrieb. Erbaurechtsvertrag über Grundstück und Halle mit Herrn Bornhöft.

Wegen finanzieller Probleme, die auch aufgrund der LPO-Änderungen herrührten, fand kein Tumier in Altenhof statt (sondern ein vereinsinterner Reitettag mit über 100 Aktiven, wo sich auch der Gastwirtssohn Thomas Mohr auf „Smoky" erstmals hervortat)

Im Volksmund avancierte das Altenhofer-Turnier zu „Klein Wiesbaden" und hatte wieder beim 9. Turnier 1000 Nennungen mit 420 Pferden. Diesmal übernahm die Stadt Eckernförde den Ehrenpreis des S-Springens, was nun zur traditionellen Einrichtung wurde.

In 1977 wurde leider der Schulbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, was dann einen Mitgliederschwund bewirkte.

Dank der Initiative der aktiven Vereinsmitglieder wurde dann der Unterricht gestaltet.

In 1979 erhielt Peter Hoff das „Goldene Reitabzeichen" für 10 S-Siege und Thomas Mohr erhielt die Bronze Medaille bei Junioren-Europameisterschaft.

In 1980 wurde dann für die aktiven Mitglieder ein Lehrgang mit Huck sen. veranstaltet, der guten Zuspruch fand. Schriftführer, Herr Kruse, gab seinen Posten nach 32 jähriger Tätigkeit auf, der in anschaulicher und erklärender Weise die Protokolle und Aktivitäten des Vereins festgehalten hat.

Nach zahlreichen Teilnahmen der Abteilungen beim Landesturnier in Bad Segeberg konnte in 1982 die Landesstandarte errungen werden, was Ziel und Wunsch aller Reitvereine ist.

 

Wegen hoher Nennungsergebnisse in 1983 wurde ein 2. Dressurviereck vor dem Schloss geschaffen, das eine eindrucksvolle Kulisse bot, jedoch anschließend ein trostloses Bild bot und daher eine einmalige Sache blieb.

Werner Peters, als Vorsitzender des Clubs der Springreiter, vergab für das Altenhofer-Turnier die Note: sehr gut!

Nach 20 Jahren gibt Herr Blunck seinen Vorsitz ab:" Kein Mensch hat Denkmalschutz- und ich schon lange nicht!"

 

1. Vorsitzender Christoph von Bethmann-Hollweg ab 1985 bis heute

gehörte seit 1971 schon dem Vorstand an, gleichzeitig Vorsitzender des Landesverbandes und Präsidiumsmitglieder der FN (oberstes Gremium der Reiterei).

Höhepunkte des Vereins der Vergangenheit bis heute ist das Altenhofer-Tunier. Bekannte Reiter und Pferde haben sich in Altenhof mit Reitern unseres Vereins und Umgebung im sportlichen Wettbewerben gemessen.

Goldene Reitabzeichen haben Peter Hoff, Thomas Mohr und Ulrich Rodde erhalten. Finanzierung des Turniers, Mitgliederzahlen, Reiternachwuchs etc. waren früher wie heute Probleme des Vereins.

Dank der vielen treuen Spender war es immer wieder möglich, das Altenhofer-Turnier zu veranstalten, daher auch an dieser Stelle nochmals unserer herzlicher Dank.

Seit einigen Jahren wurde der Baltic-Mannschaft-Cup unter der Schirmherrschaft des Herzogs zu Mecklenburg, in die Ausschreibung mit aufgenommen. Mannschaften aus den neuen Bundesländern, Skandinavien und aus SH, HH und Verein ritten um die Trophäe. Gäste aus Skandinavien gehören jetzt schon traditionell dazu, so auch Thomas Velin, der nun den erfolgreichen und bekannten Zuchthengst „Quidam de Revel" reitet.

 

Regionale Fernsehen „Offener Kanal" überträgt nun schon seit 3 Jahren das S-Springen.

Dem erfolgreichen Reiter Peter Hoff, auch 3. Platz im Hamburger Derby, folgten dann die Senioren die Rodde-Brüder (Christoph und Ulrich) und Ahlmann Brüder (Cay, Dirk = Ausbildung z. Zt. bei Ludger Beerbaum, Nico, Ulrich) mit zahlreichen Siegen und Placierungen.

 

Groß herausgekommen ist auch Thomas Mohr (Sohn unseres verdienten Vereins-Gastwirtsehepaars Mohr), der sich besonders im Herausbringen junger Pferde für die internationale Reiterszene einen Namen gemacht hat.

 

Doch der Junioren-Nachwuchs mit Anna-Sophie Hoff, Malte und Sophie Schwerdtfeger und Katrin Gravert (alle Vater auch im Reitsport aktiv) lassen berechtigte Hoffnung, dass nach dem Motto von Bruno Blunck:" Der Reitsport ist kein auslaufender Sport; es lohnt sich schon für und in dieser guten Sache tätig zu sein".